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 Badische Zeitung vom Mittwoch, 26. November 2003 

 

Ein Abend im Dreivierteltakt Abo

"Wiener Walzerträume" erfüllten sich bei einer Konzertshow im Tiengener Tuniberghaus

Von unserem Mitarbeiter Gunther Kleefeld

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Fast wie in Wien: Zum großen Finale gab's gemeinsam von Chor und Orchester "An der schönen blauen ...mehr

TIENGEN. Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche war das Tuniberghaus voll besetzt, als sich am Samstagabend der Vorhang öffnete für die Konzertshow "Wiener Walzerträume", eine Koproduktion des Gemischten Chores Tuniberg e.V. und des Freiburger Senioren Salon-Orchesters unter seinem Dirigenten Gottfried Schrägle - zwei Ensembles, die sich an diesem Abend bestens ergänzten und für ihre Leistung donnernden Applaus ernteten.

Ein volles Jahr Probenarbeit hatte der Gemischte Chor unter der Leitung von Maki Kobajashi in die musikalische Gala investiert, die mit großem Aufwand inszeniert wurde. Ganz in Rot präsentierte sich der festlich geschmückte Saal im Tuniberghaus; im Zusammenspiel mit den Rosen und Kerzenleuchtern auf den Tischen ließ die erlesene Dekoration echte Ballsaalatmosphäre aufkommen - das richtige Ambiente für das Turniertanzpaar Carolin Beierkuhnlein und Christian Specht vom TTC Rot-Weiß, das im Lauf des Abends dem beeindruckten Publikum mehrfach die Kunst des Walzertanzes demonstrierte.

Die beiden Ensembles warteten mit vielen bekannten und beliebten Melodien etwa von Mozart, Strauss auf. Musikalischer Höhepunkt des Abends war ihr gemeinsamer Schlussauftritt mit "An der schönen blauen Donau" und dem "Radetzkymarsch".

Geehrt wurde Oskar Autenrieth, als Vorsitzender des Chores, für sein langjähriges soziales Engagement; Moderatorin Riccarda Kräuter-Schächtele verstand es, im Lauf des Abends in ihren Ansagen "beiläufig" alle Sponsoren zu erwähnen, die die Konzertshow mit ermöglicht hatten. Im Foyer gab's einen Heurigen-Stand, wienerisch gab sich die Speisekarte mit Zigeunergulasch und Apfelstrudel; gewünscht hätte man sich freilich noch ein wenig mehr Lokalkolorit bei der Moderation - mehr Wiener Dialekt, auch etwas vom berühmten "Wiener Schmäh". Einen ganz besonderen "Wiener" Akzent setzten die beiden die jungen Damen, die an der Sektbar bedienten: sie waren prächtig kostümiert und hatten sich pfiffig Spitzendessous ins Haar geflochten.

gk